Störungen im Bahnnetz auf einen Blick: die Großstörungskarte

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  • Frontend
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  • System Architecture

Im Auftrag der Deutschen Bahn entwickeln, warten und optimieren wir die Großstörungskarte. Diese Kartenanwendung visualisiert aktuelle Störungsmeldungen aus dem Streckennetz und bereitet diese für verschiedene Zielgruppen auf – insbesondere für die Netzleitzentrale. Zu unseren Aufgaben gehören UI-Erweiterungen, diverse Funktionserweiterungen, die Überarbeitung der Middleware, weitreichende Architekturanpassungen hinsichtlich der Datenhaltung und Schnittstellen (APIs) sowie die übergreifende Homogenisierung der Code-Basis.

Die Großstörungskarte der Deutschen Bahn

Die Großstörungskarte bietet einen schnellen visuellen Überblick über die Gesamtsituation des Streckennetzes. Sie hilft unterschiedlichen Nutzer:innen bei der Erfassung und Aggregierung von Störungsmeldungen, sie dient zur Information von Endkund:innen und in Störungssituationen als wichtiges Werkzeug in der Netzleitzentrale selbst.

Technische Herausforderungen und Projektanforderungen

Die Großstörungskarte ist als Anwendung bereits viele Jahre im Einsatz. Ein langer Lebenszyklus eines solch komplexen Projekts bringt diverse Architekturentscheidungen mit sich, die uns immer wieder vor Herausforderungen bezüglich der Weiterentwicklung von Funktionen, UX/UI, Performance und der allgemeinen Infrastruktur stellen. Gleichzeitig bestehen hohe Anforderungen an die Verlässlichkeit der Anwendung und die Integrität der Daten. Die größten Hebel zur Bewältigung dieser Herausforderungen und zur Erfüllung der Anforderungen waren:

  • Modernisierung der Code-Basis für sichere, konforme und performante Entwicklung
  • Grundlegende Umstrukturierung der Architektur: Es erfolgte die Anbindung an modernere APIs für eine höhere Aktualität und Verfügbarkeit der Daten und bessere Performance und darauf aufbauend der Rückbau nun nicht mehr benötigter Middleware-Funktionen zur Kostenersparnis.
  • Wechsel auf Maps WebSDK als Kern aller kartenbasierten Anwendungen für eine einheitlichere Kartendarstellung über verschiedene DB-Produkte hinweg. Das Maps Web Software Development Kit (kurz WebSDK) ist eine DB-interne, von uns vorangetriebene Eigenentwicklung auf Basis von OpenLayers und MapLibre.
  • Visualisierung externer Daten im Frontend: Migration der Architektur, Strukturierung der internen Datenhaltung, visuelle Aufbereitung der Daten im Zusammenspiel mit anderen Services sowie Optimierung und Erweiterung des UI

Laufende Optimierungen – getrieben durch Feedback der Nutzer:innen

Neben den größeren Meilensteinen wird die Großstörungskarte kontinuierlich und agil weiterentwickelt. Die Optimierungen werden sukzessive ohne Downtime der Anwendung und mit ausführlichem Testing umgesetzt, um das Fehlerrisiko zu minimieren. Die Termine für die Live-Schaltung neuer Inkremente werden bewusst flexibel gesetzt, um nicht während laufender Großstörungen in die Systeme einzugreifen.

Basierend auf regelmäßigen Befragungen der Nutzer:innen erhob das Team periodisch weitere Nutzungsbedürfnisse, leitete daraus zusätzliche Funktionen ab und implementierte diese. Dadurch können Nutzer:innen unter anderem ihre Ansicht der Großstörungskarte konfigurieren – individuell angepasst an ihre Informationsbedarfe.

Fazit und Ausblick

Sowohl die verschiedenen Datenquellen, aus deren Zusammenspiel der Wert der Großstörungskarte entsteht, als auch die Anwendungslogik erfahren regelmäßige Updates. Das unterstreicht die zentrale Rolle der Großstörungskarte für die Arbeit der DB und bedeutet immer wieder neue Aufgaben für uns.